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FREIRAUM IM JOB: WIR NEHMEN UNS FÜR SIE ZEIT


„Das bleibt doch unter uns, oder?“ „Das musste jetzt 'mal raus.“ Oder aber: „Der Chef hat ja doch nie Zeit.“

Kennen Sie das? Einmal mit Kollegen oder Vorgesetzten ganz offen über den Job reden, das wäre gut. Der Druck wäre weg und nebenbei vielleicht auch die Unsicherheit, wie es nun im gerade anstehenden Projekt weitergehen kann.

Die LANGER + LEUTE TV GMBH startet daher im neuen Jahr ein Angebot, das sich an Führungskräfte im Medienbereich ebenso wie an freiberufliche Journalisten richtet. Mit der Reihe FREIRAUM (Konzeption: Gerda Ehrlenbruch) bieten wir die Möglichkeit, eine persönliche Auszeit in einem wertschätzenden Umfeld zu nehmen.

Hier haben Führungskräfte der Branche die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen
- sich Zeit für sich selbst zu nehmen,
- ihren relevanten Fragestellungen nachzugehen,
- ein fachlich, lösungsorientiertes Feedback zu bekommen,
- professionelle Begleitung und Lösungsansätze zu erfahren.

Wir bieten Ihnen einen fachlichen Rahmen und Methodenvielfalt, um Ihre Anliegen in speziellen FREIRÄUMEN zu thematisieren. Als da sind der

FREIRAUM für FÜHRUNGSKRÄFTE
Gerda Ehrlenbruch & Marko Langer

FREIRAUM für JOURNALISTEN
Gerda Ehrlenbruch & Marko Langer

FREIRAUM für SELBSTÄNDIGE
Bernd Eder & Gerda Ehrlenbruch

Fachkompetenz Hoch5: Wir sind ein Team aus Journalisten, Beratern, Coachs, Trainern und Mediatoren. Fachkompetenz Hoch5 eben. Langjährige Erfahrung in den genannten Bereichen und eine gemeinsame wertschätzende Grundhaltung eint uns.

Marko Langer, Journalist, Berater, Coach
www.langerundleute.de

Gerda Ehrlenbruch, Trainerin, Beraterin, Coach
www.gerdaehrlenbruch.de

Bernd Eder, Mediator, Produkt-und Projektmanager, Webdeveloper
www.buero-eder.de

Ihre persönliche Auszeit findet in einer festen Gruppe mit maximal sieben Teilnehmern statt. Sie treffen sich an sechs Abenden verteilt über ein Jahr. Das Coaching in der Gruppe bietet Ihnen eine Vielzahl an Sichtweisen und Impulsen. Und: Sie profitieren von den Fragen, Themen und Anliegen im fachlich-kollegialen Umfeld.

Was Sie mitbringen?
- Ihre Bereitschaft, eigene Themen im Kontext der Gruppe einzubringen,
- absolute Verschwiegenheit gegenüber Dritten,
- wertschätzenden Umgang mit den anderen Teilnehmern sowie deren Anliegen.

Wie gesagt: Das bleibt unter uns.


Termin: sechs Termine in 2012, Start März

Ort: LANGER+LEUTE TV GMBH, Sülzgürtel 62, 50937 Köln

Teilnahmegebühr: auf Anfrage.


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KRITIK KANN MAN ÜBEN


Journalisten und andere Kreative können ziemliche Weicheier sein. Sie teilen gerne aus, im Einstecken aber sind sie nicht besonders talentiert. Künstler. Mimosen. Selbstverliebt und verletzlich. Weicheier eben. Ausnahmen bestätigen die Regel.


Kennen Sie die sogenannte Freeze-Reaktion? Nein, nicht das Freeze im Bild. Die Freeze-REAKTION. Heiko Ernst hat sie jüngst sehr fundiert in PSYCHOLOGIE HEUTE beschrieben: „Der Körper erstarrt äußerlich, gleichzeitig wird innerlich das Stresssystem hochgefahren. Man steht sozusagen gleichzeitig auf Gas und Bremse. Dieses Reaktionsmuster hat nicht nur negative körperliche Folgen, es kann am Ende sogar in eine ausgewachsene soziale Phobie münden: in eine permanente Vorwegnahme von Kritik, von sozialer Ablehnung oder Ausgrenzung.“


Beim Freeze stehen Sie da und sind völlig unbeweglich. Auch im Kopf. Sage bitte niemand, er habe das noch nicht erlebt. Toller Text, brillanter Film, Hammer-Sendung – nur dieser Kritiker / Kollege / Chef hat keinen Blick für meine Genialität… Wenn Sie manchmal so denken: Vergessen Sie das. Befassen Sie sich mit Strategien, wie Sie Kritik nutzen und gelassener ertragen können.

In guten Redaktionen herrscht das zum Beispiel das einfache Vier-Augen-Prinzip. Nie im Journalismus können Sie mehr lernen, als wenn Sie verstehen: Was meint der Kollege (oder Chef), wenn seine Kritik wertschätzend und konstruktiv formuliert ist? Und sollte sie das (einmal) nicht sein, können Sie auch daran wachsen. Indem Sie nämlich sich, Ihren Text, Ihren Film oder Ihre Sendung dennoch hinterfragen. Um danach mit mehr Überzeugungskraft für Ihre Arbeit einstehen zu können.


Kritik: Nehmen Sie sie an, aber nehmen Sie es nie persönlich. Kann man üben - übrigens als Kritiker gleichermaßen. Gerne auch mit uns.


Mehr Infos zum Thema unter http://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/warum_wir_es_p... .


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DIE BERATER DES PRÄSIDENTEN


Bevor Bundespräsident Christian Wulff am vergangenen Mittwoch zu seinem Interview ins ARD-Hauptstadtstudio fuhr, hatte er Besuch im Schloss Bellevue. Peter Hintze, CDU-Politiker und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, suchte Wulff auf. Ein aufmerksamer Photograph der Nachrichtenagentur dapd hat die Szene eingefangen: Zwei Männer schütteln sich hinter einer Fensterscheibe des Schlosses die Hände. Hintze, früher Pfarrer von Beruf und Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, spricht dem angeschlagenen ersten Mann im Staate Mut zu.

Hintze wird am nächsten Morgen Wulff in Interviews für seinen TV-Auftritt loben und ihn vor Kritik in Schutz nehmen. Er ist einer der wenigen Christdemokraten, mit denen sich Wulff in den vergangenen Tagen der Krise austauschen konnte. Nachdem sich der Präsident unter Druck von seinem Pressesprecher Olaf Glaeseker getrennt hat, fehlt es dem überfragten Mann an der Spitze des Staates an effizienter Beratung.

An Wulffs Seite sind in der Krise eine Frau und zwei weitere Männer: Die Frau, Petra Diroll, kam als Pressesprecherin einen Tag nach dem überraschenden Rücktritt von Wulffs Vorgänger Horst Köhler ins Amt. Eigentlich hätte sie für Köhler sprechen sollen. Die frühere ARD-Journalistin wird von Berliner Kollegen als verlässlich und kompetent geschätzt, hat aber seit ihrem ersten Arbeitstag im Präsidialamt wenig Normalität erlebt. Als Vertraute des neuen Mannes galt sie nicht. Ihren Job hat sie heute, weil andere nicht mehr da sind.

Im Gegensatz zu Lothar Hagebölling, dem Amtschef und langjährigen Wegbegleiter von Wulff. Still, effizient, loyal – ein politischer Beamter, aber nicht krisenerprobt. Er begleitete den Präsidenten zu seinem Fernsehinterview (Foto). Die Runde um Wulff wird vervollständigt von Gernot Lehr, Bonner Rechtsanwalt und einer der führenden Medienrechtler im Land. Dem früheren Bundespräsidenten Johannes Rau konnte er in dessen Flugaffäre mit kluger Kommunikation helfen. Wulff hilft er derzeit vor allem als Blitzableiter. Mit Interview-Äußerungen hält er aber eine Debatte über seinen Mandanten wach, die andere in der Union gerne einschlafen ließen. Berater sollten schweigen.

Kommunikation hat sich gewandelt seit der Flugaffäre von Johannes Rau. Und der Kreis um Wulff hat Fehleinschätzungen begangen. Könnten der Rauswurf Glaesekers und die damit verbundenen Spekulationen möglicherweise von den Unwahrheiten und Unklarheiten des Präsidenten ablenken? Ein Irrtum. Eine Fehleinschätzung war es auch zu glauben, die Kommunikation Dirolls werde mit den Aktionen der Männer im Axel-Springer-Haus mithalten können. Die presserechtlichen Einschätzungen des Anwalts Lehr schließlich - und auch das war ein Irrtum – würden an dem Fall interessierte Beobachter zufriedenstellen können, wo diese doch nach dem TV-Interview Wulffs auf Belege und Originaldokumente warteten.

So ging der Präsident überstürzt in das Interview mit Bettina Schausten und Ulrich Deppendorf. Erst am Vorabend war der Beschluss in der Dienstvilla in Dahlem gefallen. Wulff hätte mindestens einen weiteren Tag gebraucht, um sich und die Fakten zu ordnen.

Wie schon im Fall Guttenberg mangelt es hier einem Politiker - mindestens - an Überblick und Offenheit. Und es fehlt an kluger Beratung, an einem ruhigen und distanzierten Blick auf seine Situation und die Chancen, die er in der Krise hatte und vielleicht noch hat. Es fehlt an Beratung, die Kommunikationswege nicht nur über die BILD-Zeitung oder das öffentlich-rechtliche Fernsehen, sondern auch über die sozialen Netzwerke einzuschätzen weiß, schnell und diskret handelnd. Im Präsidialamt ist man von dieser Welt weit entfernt. Auch das ist bestürzend am Fall des Christian Wulff.


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GENAU HINSEHEN! MIT MUT INS JAHR 2012


Robert Capa, der Photograph, hat es so formuliert: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind – dann bist Du nicht nah genug dran!“ Capas journalistischer Leitsatz gilt weiterhin. Wer nicht genau hinsieht, hat kein gutes Bild.

Ein Leitsatz übrigens nicht nur für Journalisten. Sie haben es vielleicht schon bemerkt: Eine Zeit des Wandels, der Weiterentwicklung hat begonnen. Nicht nur im Politischen. Unverkennbar ist ein Trend hin zu der Vorstellung, was im Leben wichtig ist, worauf es ankommt. Qualität statt Quantität. Hin zu einem wertschätzenden Miteinander.

Dies bedeutet, alte Vorstellungen und Muster loszulassen und offen zu sein für Neues. Das Fundament dieser Qualität ist eine neue Beziehungskultur. Ein Miteinander, verbunden mit der Einladung, uns immer wieder gegenseitig zu ermutigen, zu begeistern und Erfahrungen zu sammeln. Dabei begleiten wir Sie gerne. Denn: "Nichts geschieht, bis sich etwas bewegt." (Albert Einstein)

In diesem Sinne wünschen wir besinnliche Weihnachten und einen mutigen, zuversichtlichen Schritt ins neue Jahr.

Gerda Ehrlenbruch + Marko Langer

PS.: Robert Capas großartige Bilder sind noch bis zum 8. Januar 2012 im NRW-Forum Düsseldorf zu sehen:

„Frontline.“ http://www.nrw-forum.de/frontline.


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DAS TOLLE AN "BECKMANN"



Die Sendung „beckmann“ in der ARD ist eine tolle Sache. Sie sollten sie sich einmal ansehen. In dieser Woche zum Beispiel ging es um Kinderhospize, und das war nun wirklich kein Spaß. Der Marktanteil betrug 6,1 Prozent. Unter Quotengesichtspunkten ein Desaster. Wieder einmal.


Die Hierarchen der ARD haben den Wunsch des Moderators Reinhold Beckmann, auf seinen alten Sendeplatz am Montag zurückzukehren, bislang nicht erfüllt. Zugleich war zu lesen, dass sich die Verantwortlichen des Senderverbundes lobend über die Qualität der Sendung geäußert haben. Mit diesem Urteil lagen sie richtig.


Man mag Beckmann vorhalten, dass seine Themen in Zeiten des Quotenkampfes zu schwer sind. Manchen ist die Gesprächsführung zu servil (was laut Duden mit „untertänige Beflissenheit zeigend; kriecherisch schmeichelnd“ übersetzt werden kann). Doch wer Beckmann schon jetzt als Verlierer der Talkshow-Offensive der ARD sehen will, hat vorher nicht richtig hingesehen.


Es ist nämlich noch gar nicht lange her, dass Reinhold Beckmann und seine Redaktion zum Thema „Stuttgart 21“ eine Sendung machten, die – was Zusammenstellung, Gästeauswahl und Aktualität anging - die Konkurrenz weiter hinter sich ließ. Im vergangenen Jahr hat der Moderator Gespräche geführt mit dem Buchautor Walter Kohl und dem Intellektuellen Stéphane Hessel, die zum Besten gehörten, was in deutschen Talkshow-Studios seit den Anfangstagen von 3 nach 9 produziert wurde.


Selbst wenn man „beckmann“ (also der Sendung) Beckmann (also den Moderator) wegnähme, hätte das Format immer noch eine Qualität, die anderen fehlt: die Möglichkeit zum nahen, intensiven, konzentrierten Gespräch. Und manchmal geht es um totkranke Kinder, und zwar abseits jeder Boulevard-Geilheit. Darum ist „beckmann“ eine tolle Sache. Sie sollten es sich wirklich ansehen.


Ein Interview von F.A.Z.-Medienredakteur Michael Hanfeld mit Reinhold Beckmann zum Thema Sendeplatz findet sich in der
FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG.


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